Homeoffice: Spart das wirklich CO₂ – oder nur den Stau?

Homeoffice ist mehr als nur ein Trend – es kann auch ein Klimaretter sein. Es senkt den CO₂-Ausstoß, reduziert Stau und gibt dir wertvolle Zeit zurück. Aber ist der Umweltvorteil wirklich so groß, wie oft behauptet wird – oder verschieben wir die Belastung stundweise einfach in unsere Wohnungen? Hier ist die Analyse:


Klimavorteil Homeoffice: echte Einsparung durch wegfallende Pendelstrecken

Greenpeace & IZT-Studie: Wenn 40 % der Arbeitnehmer:innen zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten, könnten in Deutschland 5,4 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden – das sind rund 18 % der gesamten Verkehrsemissionen. Dazu entfallen 35 Milliarden Personenkilometer durch Pendelverkehr. 

Öko-Institut Freiburg: Allein im Jahr 2021 wurden geschätzt 38 Milliarden Auto-Kilometer und rund 8 Millionen Tonnen CO₂ durch reduzierte Arbeitswege eingespart. 

USA – Cornell/Microsoft-Studie: Wer vollständig im Homeoffice arbeitet, reduziert seinen CO₂-Fußabdruck um 54 % im Vergleich zum Büropendelnden – vor allem wegen wegfallender Fahrten und weniger Büro-Emissionen. 

Fazit: Der echte CO₂-Effekt kommt vor allem durch den Wegfall der Pendelwege – nicht durch niedrigeren Stromverbrauch zu Hause


Achtung: Kein Freipass für Umweltzerstörung

Mehr Stromverbrauch zu Hause: Heizung, Monitore, Videocalls – im Homeoffice steigt der private Energieverbrauch um 20–30 % bei 1–2 Personen im Haushalt. 

Videokonferenzen sind Energiehungrig: Eine Stunde mit Kamera erzeugt deutlich mehr Emissionen als ein normales Meeting – bis zu 1000 g CO₂. 

Freizeit ohne Pendelweg? Nicht immer klimafreundlich: Manche kompensieren Homeoffice durch mehr freie Reisen oder andere CO₂-intensive Aktivitäten. 

Kern der Sache: Homeoffice spart vor allem Pendel-CO₂ – muss aber mit Energieeffizienz und bewusstem Verhalten kombiniert werden, damit es insgesamt klimafreundlich bleibt.


Was bedeutet das konkret für Salzburg?

Pendeln vermeiden, Klima schützen: Besonders Pendelstrecken in städtischen oder strukturschwachen Gebieten Salzburgs belasten Umwelt und Nerven. Homeoffice wirkt dem entgegen. 

Wärme & Strom zu Hause effizient gestalten: Wir brauchen bessere Beratung und Unterstützung, um vor allem in Privathaushalten sparsamer mit Energie umzugehen.

Hybrid ist ein guter Weg: Zwei Homeoffice-Tage in der Woche können großen Unterschied machen – ohne den Kolleg:innen den digitalen Anschluss zu nehmen.

Zugehörige Links bzw. Quellen:

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