Klimakrise, steigende Spritpreise, volle Straßen: Viele von uns fragen sich zu Recht – wie komme ich nachhaltiger in die Arbeit?
Ob mit dem Rad, mit Öffis oder zu Fuß: Umweltfreundlich pendeln ist gut fürs Klima, für die Gesundheit – und oft auch fürs Börserl.
Aber: Was kann ich mir leisten? Welche Rechte habe ich? Und wie kann mich mein Arbeitgeber dabei unterstützen?
Wir sagen dir klar und solidarisch, wie du deinen Arbeitsweg klimafreundlicher gestalten kannst – und warum die Politik und die Betriebe endlich mitziehen müssen.
Zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit – gesund & günstig
Wenn du in der Nähe arbeitest: Top!
- Kein CO₂-Ausstoß
- Kein Stau
- Du tust was für deinen Körper
Tipp: Dein Betrieb muss dir die Möglichkeit geben, dein Fahrrad sicher abzustellen – und Zugang zu einer Dusche ist laut Arbeitsstättenverordnung vorgeschrieben, wenn du sportlich zur Arbeit kommst.
Jobrad & Radkilometergeld – was gibt’s da?
Jobrad / Dienstrad
Immer mehr Betriebe bieten Leasingmodelle für Fahrräder oder E-Bikes an.
Vorteil: Du sparst bei der Anschaffung, dein Arbeitgeber kann es steuerlich absetzen.
Wichtig: Frag nach – die Gewerkschaft setzt sich dafür ein, dass Jobräder tariflich verankert werden.
Kilometergeld fürs Radfahren
Aktuell gibt’s kein gesetzliches Rad-Kilometergeld wie beim Auto –
aber: Wenn dein Betrieb zahlt, ist das steuerfrei!
Öffis zur Arbeit – Entlastung fürs Klima UND Geldbörsel
Klimaticket oder Jahreskarte
- Viele Arbeitgeber übernehmen das Öffi-Ticket ganz oder teilweise
- Betriebe dürfen das Ticket steuerfrei zahlen, wenn du es für den Arbeitsweg nutzt
Unser Tipp: Frag gezielt nach dem Jobticket – und sprich mit dem Betriebsrat!
Wir fordern:
Jobticket für alle
Öffi-Ausbau im ländlichen Raum
Zuschüsse auch für Lehrlinge & Teilzeitkräfte
Fahrgemeinschaften, E-Auto & Co – Alternativen zum Alleinfahren
Fahrgemeinschaften
- Spart CO₂, Geld und Nerven
- In manchen Betrieben gibt’s bereits Mitfahrbörsen oder Parkplätze für Carsharing
E-Auto
- Förderungen für Arbeitnehmer:innen gibt es – aber oft nicht treffsicher
- Betriebe können E-Autos steuerlich begünstigt bereitstellen – tun es aber selten
Auch hier gilt: Wir brauchen gesetzliche Rahmenbedingungen, die nachhaltige Mobilität fördern – nicht behindern.
Und was hat mein Arbeitgeber damit zu tun?
Ganz einfach: Gute Arbeit heißt auch: fairer & klimafreundlicher Arbeitsweg.
Der Arbeitgeber kann (und soll):
- Öffi-Ticket zahlen
- Jobräder anbieten
- Infrastruktur wie Duschen, Radständer oder Mitfahrbörsen schaffen
- Mobilitätspläne mit Betriebsrat entwickeln
Und: Wer in ländlichen Regionen wohnt, braucht Alternativen – kein schönes Blabla.
Unsere gewerkschaftlichen Forderungen:
- Recht auf klimafreundliche Mobilität für alle Arbeitnehmer:innen
- Volle Kostenübernahme für Öffis durch den Arbeitgeber – steuerfrei & fair
- Kilometergeld auch fürs Rad
- Öffi-Ausbau und Taktverdichtung, besonders am Land
- Kollektivvertragliche Regelungen zu Jobticket & Jobrad
- Sonderförderungen für Lehrlinge und junge Beschäftigte
Fazit: Umweltfreundlich pendeln darf kein Luxus sein
Wer klimafreundlich zur Arbeit will, braucht keine guten Vorsätze, sondern gute Rahmenbedingungen.
Es kann nicht sein, dass du auf den Kosten für dein Klimaticket sitzen bleibst, während dein Chef mit dem SUV vorfährt.
Du willst was ändern? Dann brauchst du eine starke Stimme im Betrieb.
Organisier dich gewerkschaftlich, fordere faire Mobilitätsregeln und kämpf mit uns für eine Zukunft, in der nachhaltige Arbeit auch nachhaltiger Weg zur Arbeit heißt.
Du willst wissen, ob dir ein Jobticket zusteht? Ob dein Betrieb mitziehen muss? Wir beraten dich – solidarisch, klar und kämpferisch.
Werde Mitglied – gemeinsam sorgen wir für faire Mobilität am Arbeitsplatz!
Zugehörige Links bzw. Quellen:
https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/Arbeitsvertrag/Alternative_zum_Firmenauto-_das_Jobrad.html
https://www.wko.at/entlohnung/bezugsumwandlung-ueberlassung-firmen-e-bike
https://www.wko.at/lohnverrechnung/oeffi-ticket
https://www.vcoe.at/mobilitaet/oeffi-jobticket
https://www.wko.at/service/umwelt-energie-betrieb/mobilitaetsmanagement-in-unternehmen.html