Rechtsanspruch von Papamonat in der Privatwirtschaft soll endlich umgesetzt werden

FSG Salzburg verwundert über Tohuwabohu bei ÖVP-FPÖ

Forcher: Wir haben den Vorschlag von Hartniger-Klein auf einen Rechtsanspruch des Papamonats in der Privatwirtschaft begrüßt. Es hätte uns aber gewundert, wenn die ÖVP dies einfach so durch gewunken hätte. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund setzt sie hier weiterhin auf Blockade.

Einen Rechtsanspruch auf einen Papamonat gibt es bis dato nur im öffentlichen Dienst. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) hat mit ihrer Ankündigung eines Rechtsanspruchs auf den Papamonat in der Privatwirtschaft aufhorchen lassen. Nun hat die ÖVP zurückgerudert, was Gerald Forcher, Landesvorsitzender der FSG Salzburg wenig überrascht: „Vizekanzler Strache selbst hat den Papamonat in Anspruch genommen. Auch er sieht die vielen Vorteile dieser Zeit. Dass die ÖVP nun den Vorstoß von Ministerin Hartinger-Klein auf einen Rechtsanspruch des Papamonats einbremst überrascht uns wenig. Ist es doch die ÖVP, die als verlängerter Arm der Wirtschaftskammer in einer automatischen Reaktion alles blockiert, was Vorteile für die Beschäftigten bringen würde!“

Tohuwabohu bei ÖVP-FPÖ

Papamonat bedeutet, dass der Vater unmittelbar nach der Geburt des Kindes ein Monat lang daheimbleiben kann, er bekommt eine Pauschalsumme von 700 Euro aus dem Kindergeld und ist sozialversichert. Derweil ist das außerhalb des öffentlichen Dienstes nur auf freiwilliger Basis möglich. Der Papamonat bringt viele Vorteile für Familien: Gemeinsame Zeit für das neugeborene Kind, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Aufteilung der Karenzzeit. Das Thema ist also essentiell für viele junge Familien. Viele nutzen dies schon jetzt freiwillig. Warum hier die ÖVP-FPÖ Regierung nicht einheitlich vorgehen kann und der Lebensrealität endlich einen Rechtsanspruch geben kann, ist für uns nicht verständlich. Schluss mit dem Tohuwabohu in der Bundesregierung! Seit Jahren fordern wir einen Rechtsanspruch auf Papamonat auch in der Privatwirtschaft. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Rechtsanspruch nun endlich umzusetzen!“, so Gerald Forcher abschließend.